Hübbenet, Anatol K. von: Das Taschenbuch Schönheit der Arbeit

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Anatol K. von Hübbenet: Das Taschenbuch Schönheit der Arbeit

Mit einem Geleitwort des Reichsamtsleiters Prof. Albert Speer, Generalbaudirektor für die Reichshauptstadt.

Herausgegeben vom Reichsamt „Schönheit der Arbeit“.

In leicht lesbarer Antiquaschrift neu gesetzter Nachdruck der 1938 im Verlag der Deutschen Arbeitsfront GmbH., Berlin, verlegten 1. Auflage, 1. bis 30. Tausend.

Mit zahlreichen Photographien, gedruckt auf 115 g/qm mattgestrichenem Bilderdruckpapier im Großoktavformat (169 x 231 mm).

Das Buch ist weniger ein Lesebuch als vielmehr ein reich bebildertes Handbuch und Dokumentationswerk des Reichsamtes „Schönheit der Arbeit“.

Erscheint im Herbst 2026. – Mit Ihrer Vorbestellung helfen Sie dem Schelm bei der Finanzierung dieses Buches.

Antiquarisch selten und nicht unter € 120,-- zu bekommen.

Auch Sie könnten durch eine Buchpatenschaft mithelfen, daß verschüttetes wertvolles Schrifttum wieder zu Tage gefördert wird.

 

„Schönheit der Arbeit ist edelster Sozialismus.“

Adolf Hitler

 

Das „Taschenbuch Schönheit der Arbeit“ ist eine 1938 erschienene Publikation des Reichsamtes „Schönheit der Arbeit“. Es wurde von Abteilungsleiter Anatol von Hübbenet zusammengestellt und enthält ein Geleitwort von Albert Speer.

Das Amt „Schönheit der Arbeit“ gehörte zur Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, einer Unterorganisation der Deutschen Arbeitsfront (DAF). Seine Hauptaufgabe lag darin, die Arbeitsbedingungen der werktätigen Deutschen in Büros und Ämtern, in Fabrikhallen und Bauernhöfen, in Kontoren und Warenhäusern sicherer, angenehmer, ergonomischer, hygienischer und auch ästhetischer zu gestalten. Zusätzlich ab einer gewissen Größe in die Betriebsstrukturen eingeplante Freizeitanlagen dienten der Erhaltung und Steigerung der Arbeitskraft.

Das Amt „Schönheit der Arbeit“ war maßgeblich am sogenannten Reichsberufswettkampf und dem Wettbewerb um den Titel „Nationalsozialistischer Musterbetrieb“ beteiligt. Betriebe, die die Vorgaben des Amtes bezüglich Arbeitsplatzgestaltung, Hygiene und Leistungssteigerung besonders mustergültig umsetzten, wurden ausgezeichnet. Ausgezeichnete Firmen erhielten das Recht, ein Jahr lang die sogenannte „Goldene Fahne“ der DAF zu hissen. Diese entsprach der normalen DAF-Fahne (rotes Tuch mit einem schwarzen Zahnrad auf weißem Grund und dem Hakenkreuz darin), besaß jedoch ein goldenes Zahnrad und goldene Fransen. Diese Flagge wurde an den Fabrikgebäuden gut sichtbar gehißt.

Das vom Schelm der Öffentlichkeit erneut zugänglich gemachte Werk umfaßt mehrere hundert Fotografien, Pläne und Beispiele aus Betrieben des Deutschen Reiches. Es dokumentiert:

*Fabrik- und Werkshallen

*Kantinen und Speiseräume

*Wasch- und Umkleideräume

*Werksgärten und Aufenthaltsräume

*Werkssportanlagen

*Betriebseinrichtungen und Möbel

*Beispiele sogenannter „nationalsozialistischer Musterbetriebe“

Das Buch ist heute vor allem eine wichtige Quelle zur Sozialgeschichte des Dritten Reiches.

Interessant ist, daß viele der dargestellten Maßnahmen – bessere Beleuchtung, Belüftung, Hygiene, Lärmminderung, Kantinen und Sozialräume – objektiv tatsächlich Verbesserungen der Arbeitsbedingungen darstellten. Die damals erfolgte Verbesserung der Arbeitsumgebung führte in der Tat zu einer Leistungssteigerung, zu einer stärkeren Bindung der Belegschaften an den neuen solidarischen deutschen Volksstaat.

Die Verantwortlichen beförderten damit die Herausbildung einer wahren Volksgemeinschaft, die dem probaten Prinzip „Teile und herrsche!“ der zudem sozialpolitisch unfähigen demokratischen, christlichen und marxistischen Hetzer immer weniger Angriffsflächen bot.

Das Werk ist abgesehen von seinen Begleittexten wegen seiner außergewöhnlich umfangreichen Bilddokumentation bedeutsam. Viele Aufnahmen zeigen deutsche Industriebetriebe der Jahre 1934 bis 1938, oft aus Bereichen, die sonst kaum photographisch dokumentiert wurden.

Aus dem Inhalt:

Geleitwort – Von Albert Speer

I. Wesen und Aufgaben des Amtes „Schönheit der Arbeit“

Zielsetzung

Organisation

Verhältnis zur Deutschen Arbeitsfront

Grundsätze der Betriebsgestaltung

II. Der Arbeitsplatz

Werkhallen

Maschinenaufstellung

Ordnung und Sauberkeit

Beleuchtung

Farbgestaltung

Unfallverhütung

III. Luft, Licht und Lärm

Belüftung

Tageslicht

künstliche Beleuchtung

Lärmbekämpfung

IV. Hygiene im Betrieb

Wasch- und Baderäume

Umkleideräume

Toilettenanlagen

Trinkwasserversorgung

V. Verpflegung

Werksküchen

Kantinen

Speiseräume

Gemeinschaftsverpflegung

VI. Gemeinschaftseinrichtungen

Aufenthaltsräume

Kameradschaftshäuser

Werksbibliotheken

Schulungsräume

VII. Sport und Erholung

Werkssportanlagen

Grünflächen

Erholungsräume

VIII. Vorbildliche Betriebe

Zahlreiche Bildberichte über „Nationalsozialistische Musterbetriebe“.

Beispiele aus Industrie, Bergbau, Handwerk und Verkehrswesen

IX. Das Schaffen des Amtes 1933–1938

Übersicht der Kampagnen:

„Entrümpelung der Betriebe“

„Kampf dem Betriebslärm“

„Gutes Licht – gute Arbeit“

„Saubere Menschen im sauberen Betrieb“

„Gesunde Luft im Arbeitsraum“

X. Statistik und Bilddokumentation

Vorher-Nachher-Aufnahmen

Bauzeichnungen

Musterlösungen

technische Richtlinien

Anhang

Organisationsübersichten

Literaturverzeichnis des Amtes „Schönheit der Arbeit“

Zum Autor:

Anders als Prof. Albert Speer, Dipl.-Ing. Herbert Steinwarz oder Dipl.-Ing. Julius Schulte-Frohlinde gehört Anatol von Hübbenet heute zu den eher unbekannten Funktionären des Reichsamtes „Schönheit der Arbeit“. Die verfügbaren Quellen nennen ihn hauptsächlich als Herausgeber bzw. Zusammensteller des Taschenbuchs.

Der Name von Hübbenet weist auf ein baltisch-deutsches Adelsgeschlecht hin, dessen Angehörige vor allem in Estland und Livland nachweisbar sind. Die Familie brachte mehrere Offiziere, Beamte und Verwaltungsfachleute im Russischen Reich hervor.

Für die dreißiger Jahre läßt sich Anatol von Hübbenet als Mitarbeiter des Reichsamtes „Schönheit der Arbeit“ nachweisen. Wahrscheinlich gehörte er zum engeren Verwaltungs- und Propaganda-Apparat des Amtes und war mit der Dokumentation seiner Tätigkeit befaßt. Das 1938 erschienene Taschenbuch stellt die wichtigste heute bekannte Veröffentlichung unter seinem Namen dar.

Von Hübbenet war offenbar weniger ein theoretischer Autor als vielmehr:

  • Redakteur

  • Organisator

  • Bildredakteur

  • Dokumentator der Amtstätigkeit

Das erklärt auch den Charakter des Werkes. Der Schwerpunkt liegt auf Photographien, Plänen und Beispielen, nicht auf ausführlichen ideologischen Abhandlungen.

Über seinen weiteren Lebensweg nach 1945 liegen in den allgemein zugänglichen Quellen bislang kaum Informationen vor. Anders als bei Speer oder Steinwarz scheint keine umfangreiche Nachkriegsbiographie veröffentlicht worden zu sein.

Im Taschenbuch selbst tritt Anatol von Hübbenet auffallend zurück. Anders als viele Publikationen jener Zeit ist das Werk nicht als persönliche Schrift eines Funktionärs angelegt. Die Aufmerksamkeit gilt fast vollständig den Photographien von Fabriken, Werkhallen, Kantinen und Sozialräumen. Dadurch besitzt das Buch heute einen hohen Wert als Quelle zur deutschen Industrie-, Architektur- und Alltagsgeschichte der Jahre 1933–1938.

Bibliographische Daten:

Großoktavformat (169 x 231 mm), 295 Seiten, zahlreiche s/w-Photographien, Festeinband, Fadenheftung, gedruckt auf 115 g/qm mattgestrichenem Bilderdruckpapier

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Gast wrote at 22/06/2026

„Lieber Schelm. Der Originalumschlag sah sehr elegant aus, was sprach dagegen. Stattdessen jetzt ein neues Design mit einem hässlichen funzlig-trüben KI-generiertem Bild, pfui Spinne. Der Verlag Irving Books z.B. hat seine ganzen Neuauflagen alter Titel mit so etwas verschandelt. Sehr sehr schade.

+++

Ich fand, ehrlich gesagt, den Originaltitel sehr mau und nicht besonders anziehend.

Aber wie sagt man doch bei uns in Oberfranken in der Bayreuther Gegend?

"Die Gschmäggä sänn väschiedn. Mei Katz frißt Mäus, iech moug sa nedd amol gsoddn." (dt. "Die Geschmäcker sind verschieden. Meine Katze frißt Mäuse. Ich mag sie nicht einmal gesotten.")“

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