Rassenpolitisches Amt, Reichsleitung der NSDAP: Freude am Kind
Beschreibung
Rassenpolitisches Amt, Reichsleitung der NSDAP: Freude am Kind
Bearbeiter: Friedrich Mau und Bernhard Woischnik
Herausgegeben im Auftrag des Reichsführers SS
In lesefeundlicher Antiquaschrift neugesetzte Ausgabe der 1938 im Deutschen Verlag für Politik und Wirtschaft GmbH, Berlin/München, erschienenen 1. Auflage.
Antiquarisch sehr selten!
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In unserer demokratischen und daher grundsätzlich volks- und kinderfeindlichen Zeit wirkt die Broschüre „Freude am Kind“ nicht wie eine gewöhnliche pädagogische Veröffentlichung. Denn es handelt sich um eine parteipolitisch veranlaßte positive Bild- und Werbeschrift im Dienst der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik.
Die Schrift verbindet positive Fotografien von Kindern, Müttern und Familien mit politischen Botschaften über:
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Kinderreichtum und Geburtenförderung
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Ablehnung der als „individualistisch“ dargestellten liberalen Konsumgesellschaft
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Erb- und Rassenideologie
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Landwirtschaft und bäuerliches Familienleben
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Erziehung zu Gehorsam, körperlicher Leistungsfähigkeit und nationalsozialistischer Gemeinschaft ...
… und wird daher von der Kinder- und Erziehungspolitik der heutzutage tonangebenden degenerierten Pädagogenclique als „überholt und nazistisch“ betrachtet.
Besonders aufschlußreich ist eine zeitgenössische Besprechung in der Zeitschrift „Oberschlesische Wirtschaft“ vom Januar 1939. Darin wird erläutert, daß die Schrift mithilfe von Fotografien eine positive emotionale Einstellung zu Kindern und kinderreichen Familien erzeugen sollte.
Es ging also nicht allein darum, die NS-Bevölkerungspolitik sachlich zu erklären, sondern darum, über Bilder von glücklichen Kindern und Familien Zustimmung zur nationalsozialistischen Geburten- und Rassenpolitik zu schaffen.
Die Bildauswahl umfaßte unter anderem:
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Mutter und Kind
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Geschwister und kinderreiche Familien
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Kinder in ländlicher Umgebung
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Familienleben und Erziehung
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Darstellungen der Hitlerjugend
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Aussagen zur Bevölkerungsentwicklung
Die Schrift wurde gezielt in der nationalsozialistischen Wohlfahrtspflege eingesetzt. Eine Verlagsanzeige vom 14. April 1939 nennt Freude am Kind als Bestandteil einer fünfteiligen „NS-Schwestern-Buchkassette“. Diese Zusammenstellung war als Lektüre für NSV-Schwestern (sog. „braune Schwestern“) vorgesehen und kostete insgesamt 20 Reichsmark.
Über die Bearbeiter:
Über Bernhard Woischnik läßt sich deutlich mehr feststellen als über seinen Mitbearbeiter Friedrich Mau. Woischnik war Bildjournalist und betrieb in Berlin eine Bildagentur sowie einen Verlag für politische Werbung. Während des Zweiten Weltkrieges war er in der Bildstelle der Presseabteilung des Auswärtigen Amtes tätig. Später arbeitete er ebenfalls für den nationalsozialistischen Propagandaapparat.
Das erklärt auch seine Beteiligung an „Freude am Kind“, denn die Verbindung von politischer Botschaft und fotografischer Bildgestaltung gehörte zu seinem beruflichen Tätigkeitsfeld.
Woischnik setzte seine publizistische Arbeit in Westdeutschland fort. Er unterhielt nach dem Krieg ein Pressebüro in Hamburg und war im Umfeld antikommunistischer Öffentlichkeitsarbeit tätig. Nach Untersuchungen des Deutschen Historischen Museums arbeiteten dort auch weitere ehemalige NS-Propagandisten.
1951 gründete Woischnik den Verlag für Publizistik. Dieser publizierte später unter anderem Schriften im Auftrag von Bundesministerien sowie Veröffentlichungen für die Firma Krupp. Seine genauen Geburts- und Sterbedaten konntenbislang nicht zuverlässig ermittelt werden.
Bei Friedrich Mau ist die Quellenlage wesentlich schlechter. Gesichert ist seine Mitwirkung an „Freude am Kind“ im Auftrag des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP.
Bislang konnte jedoch nicht zuverlässig festgestellt:
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wann und wo er geboren wurde.
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ob er Fotograf, Journalist oder Redakteur war.
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welche Funktion er innerhalb des Rassenpolitischen Amtes unter Leitung von Dr. Walter Groß ausübte.
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ob weitere Veröffentlichungen unter seinem Namen erschienen.
Es wäre durchaus denkbar, daß Mau den redaktionellen Teil und Woischnik die Bildgestaltung beziehungsweise Bildbeschaffung übernahm. Das ist allerdings nur eine Vermutung, keine belegte Arbeitsteilung.
Bibliographische Daten:
48 Seiten, DIN A 5, mit zahlreichen Fotos und Abbildungen, Klebebroschur mit Fadenheftung, gedruckt auf 115 g/qm Magno Bilderdruckpapier.
Kommentare
Der Schelm läßt übrigens die schwachmatischen "Kommentare" neurotisierter Antifanten zu seinen Büchern bewußt stehen, um klarzumachen, wes Geistes Kind diese bedauernswerten Kretins sind. Der Schelm ist allerdings Humanist und Optimist und daher voll davon überzeugt, daß sich der mentale Zustand der Linksdrifter mit der Zeit verbessern wird.








